Verfasst von: Martin Rösler | 16. März, 2010

Praterkraftwerk

In München wird ein Kraftwerk in der Isar geplant. Faktisch nutzt man hier wie bei Windkraftanlagen die Strömung eines Mediums. Statt Luft wird hier Wasser aus der Isar abgezweigt, in einer Druckleitung noch einmal beschleunigt und durch eine Turbine geleitet, die Strom erzeugt. Die Besonderheit ist hier, dass die Isar eine Höhe von 9 m verliert. Das heißt pro Kubikmeter und Sekunde stehen etwa 85 KW Energie zur Verfügung. Diese Energie wird durch eine Pumpe noch einmal um das 3,4 – fache erhöht, um im Jahr 2,5 Megawatt Energie bereit zu stellen. 

Fische sind durch Maßnahmen wie Scheuchanlagen nicht in Gefahr und auch die Isar wird nicht abgebremst, da lediglich nur ein Teil des Flusses kurzzeitig umgeleitet wird. Warum macht man das nicht immer und überall in Flüssen? – Man würde letztlich die Flüsse abbremsen, weil man ihnen hierdurch kinetische Energie entzieht. Ferner benötigt die Druckerhöhung Energie. Und wohin mit dem Strom, wenn man keine Energie, z.B. nachts benötigt?

Die Anforderungen an die dezentrale Energieerzeugung sind vielfältig. Speicherung, intelligente Verknüpfung von Anlagen, die nur teilweise oder durchgehend laufen sind auch hier noch Herausforderungen.


Antworten

  1. Wow – du bloggst noch! Danke für diesen Beitrag.


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