Verfasst von: Martin Rösler | 16. März, 2010

Praterkraftwerk

In München wird ein Kraftwerk in der Isar geplant. Faktisch nutzt man hier wie bei Windkraftanlagen die Strömung eines Mediums. Statt Luft wird hier Wasser aus der Isar abgezweigt, in einer Druckleitung noch einmal beschleunigt und durch eine Turbine geleitet, die Strom erzeugt. Die Besonderheit ist hier, dass die Isar eine Höhe von 9 m verliert. Das heißt pro Kubikmeter und Sekunde stehen etwa 85 KW Energie zur Verfügung. Diese Energie wird durch eine Pumpe noch einmal um das 3,4 – fache erhöht, um im Jahr 2,5 Megawatt Energie bereit zu stellen. 

Fische sind durch Maßnahmen wie Scheuchanlagen nicht in Gefahr und auch die Isar wird nicht abgebremst, da lediglich nur ein Teil des Flusses kurzzeitig umgeleitet wird. Warum macht man das nicht immer und überall in Flüssen? – Man würde letztlich die Flüsse abbremsen, weil man ihnen hierdurch kinetische Energie entzieht. Ferner benötigt die Druckerhöhung Energie. Und wohin mit dem Strom, wenn man keine Energie, z.B. nachts benötigt?

Die Anforderungen an die dezentrale Energieerzeugung sind vielfältig. Speicherung, intelligente Verknüpfung von Anlagen, die nur teilweise oder durchgehend laufen sind auch hier noch Herausforderungen.

Verfasst von: Martin Rösler | 22. September, 2008

Volt

Im Bezug zum letzten Artikel fand ich in der Süddeutschen Zeitung einen Bericht über den Chevrolet Volt. Der Name macht nicht viel her, wenn man an X6, Nubira, Passat oder Range Rover denkt. Aber der Chevy Volt kann uns das Gegenteil zeigen: wenig Kraftstoffverbrauch, elektrisch angetrieben…

Wie das geht? – Hier läuft ein konventioneller Verbrennungsmotor und erzeugt elektrische Energie. Diese elektrische Energie wird durch hochleistungsakkus gespeichert und in hocheffizienten Elektromotoren wieder verbraucht. Warum lohnt sich dieser Umweg? – Jeder Motor folgt einem Muscheldiagramm, woraus sich in Abhängigkeit von der Belastung (z.B. Bergfahrt, Zuladung usw.), Geschwindigkeit und Drehzahl ein Verbrauch ergibt. Ich kann also einen Motor so „fahren“, dass er wenig verbraucht – und trotzdem elektrische Antriebsenergie bereitstellen kann. Das ist ein einfaches Rezept.

Warum nicht eher, kann man sich da fragen. Ein Grund ist, dass man Platz braucht. Die Akkus und Antriebsaggregate brauchen Platz. Dazu sind sie noch recht schwer. Sie sind bei unsachgemäßer Handhabung gefährlich – insbesondere die Akkus. Das alles erfordert eine steife und sichere Karosserie. Früher – vor dem Karbon und Aluminiumzeitalter undenkbar schwer und teuer. Heute haben diese Fahrzeuge quasi das Standardgewicht ihrer Artgenossen, die sich „nur“ mit einem Verbrennungsmotor begnügen. Aber sie sind auch etwas teurer- bedingt durch hohe Rohstoffpreise und moderne Werkstoffe.

Vielleicht sieht die GINA Light Vision von BMW ein ähnliches Konzept vor? – Insbesondere die „Auto-Haut“ ist ein interessanter Ansatz für leicht Fahrzeuge.

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